Georgia Jeschke
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P R E S S E M I T T E I L U N G

17.06.2015

Flüchtlingsunterbringung muss professioneller und umsichtiger geplant werden!

„Mit großer Bestürzung und Betroffenheit habe ich die Nachricht aufgenommen, dass eine weitere Sporthalle in unserer Stadt als Notquartier für die Flüchtlinge dienen soll“, so Dr. Stefanie Matz, schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion zur Meldung, dass die Sporthalle der Grundschule Kastanienhof als Notquartier für Flüchtlinge genutzt und dort ab sofort kein Sportunterricht mehr stattfinden wird. Sie ergänzt: „Für die Flüchtlinge ist es ein denkbar schlechtes Angebot, nach den körperlichen und seelischen Strapazen der Flucht, in einer Sporthalle unterzukommen, die keinerlei privaten Rückzugsräume für den Einzelnen bietet!“

„Leider ist diese Art von Unterbringung inzwischen der gewohnte Standard des Baudezer-nenten“, erklärt die integrationspolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Georgia Je-schke, und bezieht sich auf die planlose Vorgehensweise der Bauverwaltung. „Die Informa-tion kommt nicht nur für alle, Bürger, Kinder und Kommunalpolitiker, wieder einmal viel zu spät, sondern auch die allgemeine Vorgehensweise bei der Unterbringung von Flüchtlingen ist gekennzeichnet durch Hilflosigkeit und Arroganz. Der zuständige Bauausschuss wurde im Vorfeld nicht informiert und viel zu lange hat man an „gutgemeinten Standards“ festge-halten, wie zum Beispiel der Unterbringung von maximal 50 Menschen in neu zu bauenden Unterkünften. Außerdem „leistet“ sich Herr Bodemann, die Angebote von Eigentümern großer Immobilien, zum Beispiel im Sahlkamp, als ungeeignet zurückzuweisen. Was ist denn geeigneter als eine Unterbringung in Häusern und Wohnungen? Bestimmt nicht das Leben in einer Turnhalle hinter Wandschirmen auf Feldbetten“, so Jeschke verärgert.

„Andererseits gehen die Verhandlungen zwischen der Stadt Hannover und der Region nicht weiter, um eine Unterbringung in den leerstehenden Wohncontainern, die momentan auf dem Gelände des Klinikums Siloah stehen, für die Flüchtlinge zu ermöglichen. Das ist un-fassbar, zumal sowohl die Landeshauptstadt als auch die Region in rot-grüner Verantwor-tung sind. Es ist tragisch, dass hier keine einvernehmliche Lösung zum Wohle aller gefunden wird!“, ergänzt Dr. Matz.

Weiter führt Dr. Stefanie Matz aus: „Die Schülerinnen und Schüler sowie die Sporttreiben-den der hannoverschen Vereine werden durch diese Notlösung große Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Ich gehe davon aus, dass alle Beteiligten großes Verständnis haben und die Bereitschaft mitbringen, diese Lösung zu akzeptieren, die hoffentlich nur eine Übergangslösung darstellt. Mir scheint jedoch, dass die Stadt nicht alle Möglichkeiten aus-schöpft.“

Dazu Georgia Jeschke: „Während die Unterkünfte immer größer werden, Turnhallenbele-gungen Neuankömmlinge, Nachbarschaft, Schulen und Vereine belasten, wird seitens der Stadtverwaltung und der rot-grünen Mehrheitskoalition im Rat der Stadt Hannover über-heblich auf Zeit gespielt. Die CDU-Ratsfraktion fordert eine systematische Unterbringung in vorhandene Immobilien, wie z.B. im Sahlkamp, eine schnellere Bebauung an den bekann-ten künftigen Standorten verteilt über die Stadt und eine ständige Thematisierung der Zu-wanderung in dem für Unterbringung zuständigen Stadtentwicklungs- und Bauausschuss des Rates.“

„Gleichzeitig sollte darüber nachgedacht werden, ob die bereits 2013 ausgewiesenen Standortflächen für den Neubau von Flüchtlingswohnheimen, die bei weitem noch nicht alle bebaut sind, kurzfristig zur Aufstellung von Wohnmodulen genutzt werden. Als Beispiel sei in Döhren-Wülfel der Standort in der Thurnithistraße genannt. Nicht nur für die Flücht-linge, auch für die Stadtbevölkerung sind Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte nicht zu akzeptieren, wenn nicht vorher alle anderen Möglichkeiten glaubhaft ausgeschöpft wurden! Die Unterbringung in kurzfristig aufzustellenden Wohnmodulen auf bereits ausgewiesenen Standorten gehört für mich dazu“, so Dr. Stefanie Matz abschließend. - Hier geht es zurück
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