Georgia Jeschke
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Gedanken beim Radfahren am Samstag

09.05.2015

Fahrradausflug von Herrenhausen nach Linden

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Wochenende, Wetter heiter bis wolkig, etwas windig, was liegt da näher, als eine Fahrradtour zu unternehmen.

Beim Aufräumen fand sich eine Visitenkarte eines Stoffgeschäftes in der Stephanusstraße und das Wissen um die Buchhandlung gegenüber geben das Ziel für die Tour vor. Dabei macht es Freude an den Herrenhäuser Gärten entlang zu radeln, der Georgengarten in frühlingshafter Pracht ist ein Eldorado für großstädtische Naturliebhaber. Hannover ist grün, Hannover liegt an Wasserwegen, schnell kommt die Idee, einen sommerlichen Ausflug mit dem Paddelboot auf der Leine/ Ihme ins Auge zu fassen.

Vorbei am Spielplatz an der Pfarrlandstraße, der sich zu eine neuen Kinder- und Familienerlebniswelt mausert, geht es auf die Limmerstraße in Richtung Küchengarten. Hannover ist international, Hannover ist Studentenstadt, das bunte Treiben von Fußgängern, Radfahrern, Straßenbahnen und Bussen in der Limmerstraße verlang jedoch von allen Verkehrsteilnehmern Achtung und Rücksichtnahme aufeinander. Eine Tour entlang der Limmerstraße hält mir vor Augen, wie die Stadt funktioniert, sich aneinander reibt und ich stelle mir die Frage, ob nicht ein wenig mehr von diesem bunten Treiben Einfluss nehmen kann in der Kommunalpolitik.

Die Verkehrslösung- Querung der Fössestraße in Richtung Küchengarten- ist unübersichtlich, verlangt Geduld an der Ampel, beim Warten frage ich mich, warum sich Fußgänger, Fahrradfahrer, Autos, Busse und Bahnen derartig miteinander verknoten müssen, das geht besser, das muss in der Verkehrsplanung der Stadt dringend nachgebessert werden. Hannover ist eine Stadt der Möglichkeiten, aber warum bleibt sie unter ihren Möglichkeiten? Anfragen und Anträge entwickeln sich in meinem Kopf.

Das Ihmezentrum lassen wir links liegen. Das lassen wir alle links liegen, ein Skandal, den ich beim Anblick auf die unteren Etagen empfinde. Die Stadtplanung hat hier in Vergangenheit versagt und sie tut es bis heute, Weggucken und es Investoren überlassen, das geht so nicht weiter. An dieser Stelle geht ein großer Dank an Katrin Göllinger, die mit dem CDU- Ortsverein Linden-Limmer am Vorabend eine Informationsveranstaltung zum Ihmezentrum im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Frühlingserwachen" im Jugendzentrum Posthornstraße organisiert hatte. Liebe Katrin Du zeigst es mir: Hannover ist ein guter Nährboden für die moderne CDU: Stadtentwicklung, Bürgertum, Studenten, Internationalität, Faktoren mit denen wir in der CDU umgehen müssen, Argumente für ein anders Denken bezüglich politischer Partner.

Begeistert bin ich von den Blumenbeeten unter den Straßenbäumen an der Stephanusstraße, umrahmt von kleinen Holzzäunen spielt sich hier ein bunter Wettbewerb ab. Hausgemeinschaften und Geschäftsleute wetteifern in diesen Beeten miteinander und erfreuen die Passanten. Hier sind wir in Herrenhausen dank der Initiative der Geschäftsleute um Christine Röttger ja auch auf einem tollen Weg, Hannover ist eine Bürgerstadt, ehrenamtlicher Einsatz, um den eigenen Stadtteil zu gestalten, eine Möglichkeit sich direkt einzubringen, hier kann man sich als ehrenamtliche Kommunalpolitikerin ein Beispiel nehmen.

Für den samstäglichen Wochenmarkt kommen wir zu spät, der Platz vibriert beim Abräumen und wieder ist die Aufmerksamkeit eines jeden Verkehrsteilnehmers gefragt beim Rangieren der Marktleute mit ihren Wagen. Dass wir hier auf Herrenhäuser Nachbarn treffen wundert mich überhaupt nicht, Linden ist ein Stadtviertel mit Ausstrahlung, Herrenhausen ist auf dem Weg dahin. Wer den Lindener Markt von marktfreien Tagen kennt weiß, auch hier ist nur ein grauer Parkplatz und bei diesem Vergleich ist der Herrenhäuser Markt der schönere. Hannover wirkt durch seine Stadtbezirke, ein Wettbewerb der Stadtteile ist für mich eine wichtige Antriebsfeder bei meiner politischen Tätigkeit. Die Bürger vor Ort wollen bis in den Rat vertreten werden und oft ist die Ratspolitik gedanklich zu weit weg von den Bewohnern Herrenhausens, Lindens.

Der Rückweg führt uns entlang der Leine in Lindens Norden. Passend zu meinen Gedanken, dass wir den Bürgermeister Rainer Grube aus Richtung Herrenhausen an uns vorbei radelnd treffen. Fischtreppe, Wasserkraftwerk und die Wasserkunst werden überboten von der Obstbaumblüte entlang des Leibnizschen Stichkanals. Hannover ist wunderschön. - Hier geht es zurück
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