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CDU-Ratsfraktion: Aktuell 13/ 2015

30.03.2015

Mitglieder der CDU-Ratsfraktion besuchen das Flüchtlingsheim (im Eichenweg) in Bothfeld

Jutta Barth, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Georgia Jeschke, Sprecherin der Fraktion im Internationalen Ausschuss und stellv. baupolitische Sprecherin, Dr. Stefanie Matz, schulpolitische Sprecherin, sowie Hannes Hellmann, Mitglied im Sozialausschuss, besuchten am 25.03.2015, das Flüchtlingsheim in Bothfeld.

Dieser Besuch ist Bestandteil eine Reihe von Besichtigungen der einzelnen Flüchtlingsunterkünfte in Hannover. Dr. Stefanie Matz erklärte, dass die CDU-Ratsmitglieder sich vor Ort einen Eindruck über die Unterbringung, die Einrichtung der Heime, die Betreuung und das Umfeld verschaffen wollen.

Zunächst besichtigten die CDU-Ratsmitglieder sowie ein Vertreter der Stadt Hannover das neuerbaute Heim. Dabei erläuterten sowohl die Heimleitung als auch die Geschäftsführung der Fair Facility Management GmbH (betreibt das Flüchtlingswohnheim im Auftrag der Stadt Hannover) die Wohn- und Unterbringungssituation.

Randolf Brand, Geschäftsführer bei der Fair Facility Management GmbH, erklärte, dass er die Wohngruppensituation im Heim als sehr positiv empfinde. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Unterbringung in Wohngruppen ein hohes Maß an Eigenverantwortung fördere und fordere, gleichzeitig jedoch die Intimsphäre schütze. Die Heimleitung berichtete, dass die Flüchtlinge aus unterschiedlichen Nationen (der überwiegende Teil kommt aus dem Sudan) verträglich miteinander im Wohnheim leben. Es herrsche eine positive Grundstimmung, nicht nur im Heim, sondern auch in der Nachbarschaft. Selbst die Anwohnerinnen und Anwohner, welche dem Flüchtlingsheim zum Teil ablehnend gegenübergestanden haben, sähen dies jetzt zumindest neutral.

In der Unterbringung werden mehrmals wöchentlich Sprachkurse angeboten, unter anderem auch ein spezieller Sprachkurs für Mütter. Außerdem versucht man durch gemeinsame Aktivitäten und feste Rituale die Flüchtlinge in der Gemeinschaft zu integrieren. Die bislang gesammelten Erfahrungen seien durchgehend gut.

Als problematisch eingestuft wurde allerdings, dass die Flüchtlinge inzwischen bereits nach 14 Tagen aus den Aufnahmeeinrichtungen des Landes, den einzelnen Kommunen zugewiesen werden (zu Beginn waren sie zwischen 6 – 12 Wochen in den Aufnahmeeinrichtungen). Dies ist insofern alarmierend, als eine medizinische Überprüfung und Untersuchung der Flüchtlinge in den Aufnahmeeinrichtungen zumeist nicht mehr stattfindet. Auf Nachfrage von Georgia Jeschke wurde deutlich, dass diese medizinische Untersuchung auch nicht automatisch nachgeholt wird. Die Heimleitung berichtete, dass nur bei akuten Verdachtsfällen das Gesundheitsamt eingeschaltet werde.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass dies kein tragbarer Zustand sei. Sofern die medizinische Untersuchung nicht in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes geleistet werden kann, haben Bund und Land wenigstens die Kosten für die Untersuchungen in den Kommunen zur Verfügung zu stellen, damit gegebenenfalls Behandlungen eingeleitet bzw. Maßnahmen ergriffen werden können.

Jutta Barth bedankte sich für das informative Gespräch und die Zeit, die sich für die CDURatsfraktion genommen wurde.

„Wir konnten uns vor Ort einen persönlichen Eindruck von der Unterkunft und dem Betreiber machen. Uns wurde das Bild vermittelt, dass sich die Flüchtlingsunterkunft gut in den Stadtteil integriert hat und von den Anwohnerinnen und Anwohnern akzeptiert und unterstützt wird“, so Jutta Barth abschließend.
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Mitglieder der CDU-Ratsfraktion mit Mitarbeiterinnen und einem Geschäftsführer der Fair Facilitiy Gmbh: Georgia Jeschke (2. v. l.), Dr. Stefanie Matz (3. v. l.), Jutta Barth (3. v. r.),

Meldung vom 30.03.2015 Aktuell 13/ 2015 als Download.

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